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 |  Gerätturnen TVI

2. Platz für Charlotta Hülsmann zur Premiere bei den Westfälischen Meisterschaften

Voller Erfolg nach fehlerfreiem Debüt in neuem Wettkampfprogramm

Nach zahlreichen Erfolgen von Charlotta Hülsmann in der Leistungsklasse 1 auf Westfalen- und Bundesebene entschied sich die ehrgeizige TVI-Turnerin zum Jahresbeginn mit ihrem Trainerteam, sich gemeinsam einer neuen turnerischen Herausforderung zu stellen: dem Start im Kürprogramm, welches nach internationalen Wertungskriterien geturnt wird. Die souveräne Qualifikation zum diesjährigen Deutschland-Cup bereits in der Tasche, stellte sich die 17-Jährige bei den Westfälischen Einzelmeisterschaften selbstbewusst als erste TVI-Turnerin der bereits erfahreneren und größtenteils älteren Konkurrenz in der Königsklasse und wusste in diesem Neuland absolut zu überzeugen.

Mit dem Ziel, Erfahrung auf dem neuen Niveau zu sammeln und sichere Übungen mit einzelnen neuen Elementen auszutesten, reiste Charlotta Hülsmann mit Trainerin Sophie Loose und heimischer Unterstützung von der Tribüne nach Dortmund.

Beim Startgerät Barren war im Vorhinein klar, dass es hier auf eine saubere Ausführung ankommt, da die Anforderungen an diesem Gerät nur von sehr wenigen Turnerinnen erfüllt werden. Um mit einem guten und sicheren Gefühl in den Wettkampf zu starten, setzte sie auf eine reduzierte, sichere Übung mit Flugelement und Riesenfelge und rief diese sauber ab.

Vor dem Schwebebalken stieg das Aufregungslevel dann etwas an, da sie hier neben der Verbindung aus Radwende und Abgang mit Schraubensalto den gerade erst erlernten Vorwärtssalto auf 10 cm Breite präsentieren wollte. Umso größer war die Freude, als sie neben den neuen Elementen auch den Rückwärtssalto und alle gymnastischen Elemente in den sicheren Stand turnte. Belohnt wurde diese Leistung mit dem unerwarteten 3. Platz an diesem Gerät.

Auch vor der anschließenden Bodenübung blieb das Aufregungslevel noch erhöht. Einen Sturz aus dem Abschlusstraining beim Einturnen noch im Hinterkopf, schien dies in der Bodenübung wie vergessen. Mit tollen akrobatischen Bahnen aus Doppelsalto und einer Kombination mit verschiedenen Salti mit Längsachsendrehung überzeugte sie auch an diesem Gerät voll und turnte sich auf Rang 2 am Boden.

Sichtlich zufrieden mit dem bisherigen Wettkampfverlauf ging es zum Schluss an den Sprung. Im Unterschied zu den bisherigen Wettkämpfen hat man nach internationalen Wertungskriterien nur einen Versuch, was den Druck etwas erhöht. Diesen einen Versuch nutzte Charlotta mit ihrer Dynamik voll aus und turnte sich auch an diesem Gerät mit einem gebückten Tsukahara auf das Treppchen.

Zufrieden mit ihrem fehlerfreien Wettkampf blieb vor der Siegerehrung die Spannung in dem Teilnehmerfeld aus vielen Regional- und Bundesligaturnerinnen hoch. Umso größer war die Freude, als Charlotta direkt nach der Bundeskaderathletin zum zweiten Platz auf das Treppchen gerufen wurde. Zwar reihten sich die Plätze 3 bis 7 mit nur wenigen Zehntel Abstand ein, dies konnte der Begeisterung über diesen sensationellen Erfolg keinen Abbruch tun und lässt mit Zuversicht in die Zukunft schauen. Diese nicht zu übertreffende Premiere wird nun erst einmal gefeiert und verarbeitet, bevor es am 13.6. zum Deutschland-Cup nach Waging am See geht.


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