TVI Cheerleader bei der „German All Level West“: Zwischen Vorbereitungsschwierigkeiten und Scheinwerferlicht
Mit dabei: die Cheerleader des TV Ibbenbüren mit beiden Meisterschaftsteams. Die „German All Level West“ war in diesem Jahr besonders hochkarätig besetzt. Nach längerer Zeit nahmen wieder mehrere internationale Teams teil, was für ein spürbar höheres Leistungsniveau sorgte. Zahlreiche Teams aus ganz Deutschland, sowie den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Belgien trafen hier in unterschiedlichen Leveln und Kategorien aufeinander. Für die Cheerleader aus Ibbenbüren bedeutete das: mehr Konkurrenz, aber auch wertvolle Erfahrungen auf großer Bühne.
Für die Abteilung war es ein besonderer Wettbewerb. Die Seniors, also das Team mit den älteren Sportlerinnen und Sportlern, starteten erstmals in einem neuen, höheren Leistungslevel. Im Cheerleading bedeutet das: schwierigere Hebefiguren (sogenannte Stunts), komplexere Pyramiden und anspruchsvollere Bodenelemente wie Salti. Entsprechend groß war die Herausforderung und Anspannung.
Die Vorbereitung verlief jedoch alles andere als ideal. Immer wieder kam es zu Hallensperrungen, Trainingseinheiten mussten kurzfristig ausfallen oder verlegt werden. Gerade im Cheerleading, wo Timing, Vertrauen und millimetergenaue Abläufe entscheidend sind, kann das schnell zum Problem werden. Zusätzlich hatten die Seniors im Vorfeld mit einigen internen Schwierigkeiten zu kämpfen, was die Trainingsbedingungen weiter erschwerte.
Beim Auftritt selbst zeigten die Seniors Kampfgeist, doch nicht alle Elemente gelangen wie im Training zuvor. Einige Unsicherheiten kosteten wertvolle Punkte in einer stark besetzten Kategorie. Am Ende reichte die Ausdauer jedoch nicht aus und die erlangte Punktzahl, sowie der erhaltene Leistungsbogen zeigten, dass die Seniors noch eine Trainingssaison benötigen, um ihren eigenen Erwartungen entsprechen zu können. Sie erreichten den vierten Platz.
Besser lief es für die „Juniors“, das Nachwuchsteam der Abteilung. Sie präsentierten ihre Routine mit Ausdruck, Energie und wenigen Fehlern. Für viele der jungen Sportlerinnen und Sportler war es eine der bislang größten Meisterschaften und für einige sogar die erste. Entsprechend groß war die Aufregung – doch auf der Matte bewiesen sie Nervenstärke und überzeugten mit einem sicheren Durchlauf. In ihrer Kategorie belegten die Juniors Platz 12 von insgesamt 19 gestarteten Teams. Angesichts der starken Konkurrenz können sie mit diesem Ergebnis sehr zufrieden sein und können nun auch stark in die neue Trainingssaison starten.
Erfolgreiches Showcase sorgt für Rückenwind
Bereits eine Woche vor der Meisterschaft hatten die Teams zu einem öffentlichen Showcase eingeladen. Knapp 200 Zuschauerinnen und Zuschauer füllten die Halle und sorgten für echte Wettkampfstimmung. Freunde, Familien und Interessierte konnten die Programme erstmals live sehen – inklusive kleine Moderation und Erläuterungen durch die Abteilungsleiterin Sandra Stubbe für Neulinge im Cheerleading. Große Show, aber kaum Lampenfieber bewies das seit letztem Jahr neu entstandene Einsteigerteam. Diese konnten erstmals die Bühne beim Showcase nutzen und ein Programm zeigen, was sie in kurzer Zeit mit viel Mühe gelernt hatten. Das Durchschnittsalter des Teams mit dem Namen „xceed“ ist dabei sieben bis neun Jahre. Abteilungsleiterin Sandra Stubbe ehrte in diesem Zuge auch fünf Sportlerinnen die bereits in ihrem zehnten Jahr die Sportart aktiv betreiben.
Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Neben viel Applaus und motivierendem Zuspruch verzeichnete der Verein im Anschluss zahlreiche neue Anfragen von Kindern und Jugendlichen, die den Sport selbst ausprobieren möchten und somit ein Probetraining im Einsteigerteam vereinbarten.
Trotz der sportlichen Herausforderungen blicken die Cheerleader des TV Ibbenbüren positiv nach vorn. Die Erfahrungen im neuen Leistungsbereich der Seniors und die solide Leistung der Juniors, sowie die Organisation und der Auftritt bei einem der größten Cheersport Organisationen der Welt zeigen: Das Fundament stimmt. Mit stabilen Trainingsbedingungen und weiterem Feinschliff könnten bei den nächsten Meisterschaften noch größere Erfolge folgen.
