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 |  Gerätturnen TVI

Licht, Schatten und eine Premiere - TVI-Turnerinnen beim Landepokal

Auch in diesem Jahr stellte sich ein TVI-Team beim Landespokal der hochkarätigen westfälischen Konkurrenz in der LK1. So ist dieses einer von zwei Wettkämpfen des Jahres, bei dem sich die TVI-Turnerinnen mit einigen hochklassiger turnenden Regionalliga- und Bundesligaturnerinnen messen können. Da der Landespokal auch der Qualifikationswettkampf zum Bundespokal darstellt, ist die Nervosität noch einmal eine besondere, durften die TVI-Turnerinnen doch bereits erfolgreich den westfälischen Turnerbund bei Wettkämpfen auf Bundesebene vertreten.

Bei hochsommerlichen Temperaturen fanden sich 14 Mannschaften in Rheda-Wiedenbrück ein. Charlotta Hülsmann, Enna Hülsmann und Anna Güttler hatten den krankheitsbedingten Ausfall ihrer Teamkameradin Lina Peter zu verzeichnen. Glücklicherweise räumte die Wettkampfleitung allen Vereinen die Möglichkeit ein, auch nach Meldeschluss Turnerinnen zu diesem Wettkampf nachzumelden. So sprach das TVI-Trainerteam Karlotta Mielitz aus der zweiten Mannschaft unmittelbar vor dem Abschlusstraining am Freitag das Vertrauen aus, ihre Trainingskameradinnen auf diesem ihr noch völlig neuen Wettkampfniveau zu unterstützen und das Team zu ergänzen. Diese sagte direkt zu, stellte sich am Samstag in den Dienst der LK1-Mannschaft des TVI und feierte so ihre WTB-Premiere. Nach erfolgreich geturnter Münsterlandliga eine Woche zuvor, gelang ihr auch an diesem Tag ein guter Auftritt an den Geräten. Vor allem am Boden konnte sie mit ihrer kürzlich aufgestockten Übung manch eine Konkurrentin hinter sich lassen.

Anna Güttler fand nach kurzer verletzungs- und krankheitsbedingter Trainingspause noch nicht zurück zu ihrer Wettkampfstärke. So musste sie direkt zu Beginn das Startgerät Schwebebalken zweifach unfreiwillig verlassen. Im weiteren Wettkampfverlauf konnte sie ihre Trainingsleistungen am Boden (11.) und Sprung (14.) gut abrufen. Am Stufenbarren arbeitet sie im Training an ihrer neuen, hochwertigen Übung mit Bück- und Riesenfelgen, welche ihr an diesem Tag im Wettkampf jedoch noch nicht wie gewünscht gelingen wollte.

Charlotta Hülsmann ging mit großer Nervosität in den Wettkampf und startete ebenfalls mit zwei Stürzen am Schwebebalken, konnte sich aber schnell wieder sammeln und am Boden (8.) mit einer Doppelschraube und weiteren Schwierigkeiten beeindrucken. Am Barren (14.) zeigte sie sicher ihre umgestellte Übung mit einem Handstand am oberen Holm. Am Sprung (4.) stellte sie, genau wie ihre Schwester Enna (2.), ihre enorme Power unter Beweis. So zeigten beide Schwestern den in den letzten Wochen erarbeiteten Tsukahara gebückt und sprangen damit in die Spitze der Konkurrenz. Enna Hülsmann konnte zudem am Boden (7.) mit der gestreckten Schraube rückwärts und der doppelten Kosakendrehung, welche sie ebenfalls erstmals am Schwebebalken präsentierte, weitere neue Elemente erfolgreich im Wettkampf erproben und ihre tolle Entwicklung unter Beweis stellen.

Während das Team die starke hochklassigere Konkurrenz am Boden und Sprung jeweils mit Platz 2 voll im Griff hatte, summierten sich im Vergleich am Schwebebalken und Stufenbarren an diesem Tag zu viele Fehler, so dass am Ende der 8. Platz für den TVI zu Buche stand. Die Nominierung für die Auswahlmannschaft des WTB für das Bundesfinale steht noch aus und wird  von allen Beteiligten mit Spannung erwartet.

Mit einer Wettkampfpremiere auf WTB-Ebene für Karlotta Mielitz und einigen neuen, hochwertigen Elementen, die erstmals unter Wettkampfbedingungen erprobt wurden, dürfen die Turnerinnen und ihre Trainer mit dem, was sie gemeinsam im Training und Wettkampf erreichen, absolut zufrieden sein.



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